Erfahrungsberichte - Selbsthilfe-Magen-Darm

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Erfahrungsberichte

EIN BETROFFENER BERICHTET


Liebe Gruppenmitglieder unserer Selbsthilfegruppe, liebe Homepage- Besucher,

 

diese Seite wollen wir unseren Mitgliedern unserer Selbsthilfegruppe widmen. Sie finden hier ein Erfahrungsbericht eines Betroffenen. Wie entstand die Krankheit, wie geht es den Betroffenen heute? Lesen Sie selber! Sehr gene veröffentlichen wir hier Ihre Leidensgeschichte, um möglichst anderen Betroffenen aufzuzeigen, ein Leben mit einer Erkrankung ist trotzdem lebenswert.  Bei evtl Interessen kontaktieren Sie uns!
 

Meine Lebens (Kranken...) Geschichte

 
Meine Krankheitsgeschichte beginnt schon recht früh vor der Erkennung des Crohn. Die ersten Ausläufer begannen so um das Jahr 2004. Es begann mit einem nervösen Magen und gelegentlichem Reizdarm. Was fast immer mit Magenschmerzen, Blähungen und Durchfall begleitet war. Was mich seit Jahren begleitet, sind meine Blähungen. Sehr oft unangenehm und zu völlig unpassenden Zeiten, machten sie mir und der Umwelt das Leben schwer. Dass man das auf seine Ernährung und Lebensweise zurückführen kann, darauf kam ich da natürlich noch nicht. Einen für mich sehr großen Einfluss für diese Erkrankung, spielt ohne Zweifel meine Psychische Erkrankung (kaum Stress resistent und psychosomatische Erscheinungen, Generalisierte Angststörung, Panik).Über Jahre hinweg lernte ich damit (Kraftfahrer) zu leben und zu Arbeiten. Ich Arrangierte mich so gut es eben ging. Langsam schlichen sich die Vorläufer der Erkrankung immer mehr in mein Leben. Die Magen und Darmprobleme nahmen immer mehr zu. Von 2004- 2012 bis zum Erkennen des Crohn, war ich 4 oder 5-mal zur Spiegelung, ohne Befund. Die letzte Phase der Erkrankung bis zur Entdeckung des Cohns begann eigentlich mit der Arbeitslosigkeit ab Oktober 2010.Meine psychische Situation zwang mich zur Aufgabe meines Berufes als Kraftfahrer, was zur Folge hatte das ich Stationär in der Psychiatrie landete. Selbiges begann verstärkt auf meinen Darm Einfluss zu nehmen. Fortan hatte ich keinen festen Stuhlgang mehr. Ich nahm das so hin, dachte das wäre Vorrübergehend. Die richtigen Probleme begannen dann im Juli 2011. Ich bekam Fissuren und Ekzeme, welche natürlich mit Schmerzen und Blutungen sich zeigten. Zuerst dachte ich ja auch es wären (bloß) Hämorriden. Ich ging mit der Empfehlung meiner Hausärztin zu einem Gastroentorologen der sich auf diese Sachen spezialisiert hat. Damit begann ein Martyrium, was mich noch mehr Psychisch belastete. Dieser Arzt war wohl vom sehr alten Schlag, wie ein alter DDR Arzt. Ich hatte auch im Internet über ihn gelesen und naiv wie war gedacht es wird wohl nicht so schlimm. Das war falsch. Mit Feinfühligkeit hatte dieser Gastroentorologe nichts am Hut. Der Behandlungsplatz sah schon Merkwürdig aus, ein Klotz wo man sich drauf abstützte und davor ein Brett zu Draufknien, dann ging der „Spaß" auch schon los. Womit ich nicht rechnete, er kippte den Block samt Patienten nach unten, so dass das Gesäß in die Höhe Ragte. Diese für mich sehr herabwürdigende Haltung wurde noch Getoppt, durch die sehr Schmerzhafte und unangenehme Untersuchung des Arztes. Diese Prozedur musste ich noch einmal über mich ergehen lassen. Ich stellte den Arzt zur Rede, seine Antwort hat mich nicht wirklich überrascht, ich solle doch froh sein, andere hätten sie mit drei man festhalten müssen. Meinen Einwand der Würde eines Menschen hat er Glaube ich gar nicht verstanden. Schlimmer war, seine Medikation führte zu einer Verschlechterung meines Zustandes. Ich hatte jetzt verstärkt mit Blutungen zu tun, weil ich Creme verschrieben bekam die die Blutgefäße erweiterte. Ich brach die Behandlung ab und suchte mir einen neuen Arzt. Im November 2011 wurde ich dann Operiert. Im Städtischen Klinikum(auch da nie wieder). Ich hatte ja immer noch meine Ekzeme und Fissuren. Ich wurde freitags Operiert und am Samstag Früh entlassen. Mein Einwand, es geht mir nicht gut, wurde mit den Worten "dann müssen sie sich eben schnell abholen lassen" abgetan. Auch dass ich mein Frühstück, beim Warten auf die Entlassungspapiere, vor die Anmeldung von mir "gab" interessierte die Damen nicht wirklich. Nach der Entlassung gingen meine Probleme weiter. Die OP Narben wollten nicht abheilen. Blutuntersuchungen ergaben immer erhöhte Entzündungswerte, doch keiner wusste warum. Ich war 4-mal zur Nachuntersuchung im Städtischen Klinikum weil die wunden nicht abheilten und Weiterhin Blutungen da waren. Ich bekam Sitzbäder und Ähnlich schicke Sachen Verschrieben, natürlich ohne dass sich mein Zustand verbesserte. Dann wollten die Ärzte auch mal rein sehen, ohne Betäubung. Das Problem war nur, mittlerweile war alles angeschwollen. Beim Versuch der Untersuchung bin ich abgegangen wie ein Flummi. Kein reinkommen, das löste bei den Ärzten ein schulterzucken aus, dabei blieb es dann auch. Im Januar 2012 Brach dann der Crohn richtig aus, ich konnte nichts mehr essen und musste etwa 12-mal am Tag auf Toilette. Teilweise war es so schlimm, in dem Moment wo ich den drang verspürte war es auch schon geschehen. Ich nahm in ganz kurzer Zeit 22 kg ab, davon 12 kg Muskeln. Ich konnte mich kaum noch bewegen und hatte ständig Schmerzen. Dazu kam, meine Erkrankung begann auch meine Ehe zu Gefährden. Ich war extrem launig und sehr schnell aufbrausend, weil ich das Gefühl hatte, mir will ja keiner helfen. Und das ließ ich auch an meiner Frau aus, bis sie mir drohte mich zu verlassen. Da merkte ich, wenn du willst das dir geholfen wird, hilf dir selbst. Ich flehte meine Hausärztin an einen neuen Gastroentorologen zu suchen, sie fand dann auch einen. Relativ schnell(8 Wochen) bekam ich einen Termin. Der neue Arzt war das Ganze Gegenteil vom alten, er hörte zu und bot mir sofort ein Vorgespräch zur Spiegelung an, am nächsten Tag. Er war Chefarzt einer Gastroentorologischen Station, soweit okay. Ich ging auch sehr Optimistisch zu dem Termin. Dort saß ein junger Stationsarzt und fragte nach meinen Problemen, ich erzählte ihm dann auch alles, und das ich zur Abklärung meines Zustandes eine Spiegelung wünsche. Das sah der Arzt dann aber nicht so, er meinte ,er würde nur OP,s durchführen, da ich ja schon operiert war, könne er auch nichts mehr tun. Und schickte mich weg. Ich war so Baff, das ich mich sogar damit Abfand den nächsten Termin in 8 Wochen zu Haben. Ich hätte mich sofort in die Notaufnahme setzen sollen, aber dazu hatte ich keine Kraft mehr dagegen Aufzubegehren. 8 Wochen später saß ich wieder bei meinem neuen Gastroentorologen, dann wurde es doch unerwartet lustig. Er Fragte mich wie denn die Untersuchung gelaufen sei, ich hätte ja gelacht wenn ich vor Schmerzen gekonnt hätte. Ich fragte ihn welche er denn meinte, wo es doch keine gegeben hatte. Das hat ihn echt überrascht. Ich erzählte ihm die Story, mit dem Hinweis, dass ich jetzt nicht mehr weggehe ohne Konkrete Vorschläge seinerseits. Dann wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Ich bekam eine Überweisung zum M R T, und die Zusage sofort nach dieser Untersuchung Stationär aufgenommen zu werden um dem auf den Grund zu gehen. Nach einigen Untersuchungen und noch mehr Tests stand dann im Juli 2012 die Diagnose, Dickdarm Morbus Crohn. Die ersten Wochen waren noch geprägt von der Testung verschiedener Medikamente. Zuerst war da Prednisolon mit einer Zugabe Hochdosierter Antibiotika, dazu bekam ich Pantoprazol(das blieb auch). Nach dessen Ausschleifung setzte wieder ein Schub ein, dann gab es Methylprednisolon und ich bekam ab da auch Azathioprin. Jetzt begann sich mein Zustand zu verbessern. Mit Hilfe einer Ernährungsberaterin bekam ich auch endlich mein Körpergewicht wieder in den Griff. Heute habe ich wieder 10 kg zugenommen und es geht mir relativ gut. Leider hab ich noch zwei andere chronische Erkrankungen bekommen, man wird halt auch anfälliger für andere Sachen. Natürlich muss man seine Ernährung und seine Lebensgewohnheiten den Gegebenheiten anpassen. Ich hab auch psychologische Hilfe und bin einer Selbsthilfegruppe beigetreten. Es hilft unwahrscheinlich wenn man auf Gleichgesinnte trifft und man sich, offen über seine Erkrankung unterhalten kann. Einfach mal unter DCCV im Internet suchen wo die nächste Gruppe zu finden ist, hier wird zu jedem Problem eine Lösung gefunden, und wenn die Leute einem nur sagen wo man sich hinwenden kann, hilft doch das schon. Das soll es gewesen sein. Autor: V. D. im Juli 2014   









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Wir möchten  Ihnen mit unseren   Internetauftritt unsere   Selbsthilfegruppe  etwas näher vorstellen. Wir verfügen in der Gruppe über eine gebündelte Betroffenenkompetenz. Daher verstehen wir Ihre Ängste, Nöte und Probleme. Sprechen Sie uns an.


HILFE FÜR BETROFFENE
Wegen der Komplexität einer Darm- Erkrankung sollten sich betroffene Patienten bzw. deren Angehörigen immer Hilfe von meheren Stellen suchen. Die Selbsthlife kann den Betroffenen bei der Bewältigung seiner Krankheit unterstützend helfen, ersetzt aber generell keinen Arztbesuch.





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Jeder Betroffene berichtet über einzelne Schicksale, über unterschiedliche Krankheitsverlaüfe. Einer unser aktiven Gruppenmiotglied berichtet ausführlich über seine Krankheit auf dieser Website. mehr lesen

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